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Die Geschichte verliert ein Land und findet es wieder

1517 lösten die Osmanen einen über tausend Jahre alten Reigen wechselnder Eroberer ab. Über 400 Jahre dauerte ihre Herrschaft. Sie ist mitverantwortlich für den Stillstand auf dem Gebiet des historischen Israel.

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Ende des 19. Jahrhunderts umfasste das schrumpfende Osmanische Reich noch das Gebiet, auf dem später Irak, Syrien, Jordanien und Israel, Saudi-Arabien, Ägypten und die Maghreb-Staaten entstanden. Darunter das spätere britische Mandatsgebiet Palästina, das ursprünglich Jordanien, Israel, den Gazastreifen und das Westjordanland umfasste.

Die jüdischen Pioniere Ende des 19. Jahrhunderts trafen auf ein ödes, vernachlässigtes Land. Im Norden mit malariaverseuchten Sümpfen, im Süden mit Steinwüsten oder Dünen, in der Mitte mit entwaldeten, kahlen Hügeln. Die Bedingungen veranlassten nicht wenige dazu, desillusioniert ihren Traum von einem Leben im Heiligen Land aufzugeben. Die erste bedeutende jüdische Einwanderungswelle der Neuzeit im Jahr 1882 war kein ausgesprochener Erfolg. Doch konnte die Entschlossenheit der Zionisten kaum gemindert werden.

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Die Gründung der Stadt Tel Aviv 1909 – aus dem Nichts und auf dem Nichts, nämlich auf Sanddünen. Auch andere Orte wurden auf unfruchtbarem Boden gegründet, der für weit überhöhte Preise von Beduinen oder arabischen Clans verkauft wurde.

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Der erste Kiosk auf dem Rothschild Boulevard in Tel Aviv, ein Jahr später.

„Die totale Abwesenheit jeglicher Zivilisation und jeder Spur menschlicher Existenz begegnet Dir und bedrückt Dich.“

„Bevölkerung und Wohlstand Palästinas sind seit 40 Jahren nicht gewachsen.“

Amerikanischer Konsul in Jerusalem, 1880

Der Schreiber von Ulysses Grant (US-Präsident 1869 – 1877) über den Besuch Grants in Palästina 1878

„Das Land ist zu einem ernsthaften Grad entvölkert. Am allermeisten braucht es Menschen.“

Der Schreiber von Ulysses Grant (US-Präsident 1869 – 1877) über den Besuch Grants in Palästina 1878

„... bis zum jüdischen Dorf Jawne keine Orangen- oder Obsthaine ... Es gab keine Schulen ... Dörfer werden wegen Malaria verlassen.“

Königliche Palästina-Kommission, 1913.

„... desolates Land ... ganz dem Unkraut überlassen – eine stille, trauernde Weite. Eine Verwüstung ist hier, die nicht einmal die Phantasie mit der Pracht des Lebens und des Handelns erfüllen kann ... Wir sahen keinen einzigen Menschen auf der ganzen Strecke ...

Es gab kaum einen Baum oder einen Strauch zu sehen. Selbst die Oliven und der Kaktus, diese schnellen Freunde von wertlosem Boden, hatten das Land fast vollständig verlassen ... Es gibt nur ... kleine Grüppchen Beduinenzelte, aber keine einzige beständige Siedlung ... Palästina ist desolat und unliebenswürdig.“

Mark Twain, 1869.

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